Freitag, 28. Oktober 2011

Impressions of Mabul






Wie bereits angedeutet ist Malaysia ein Land der Gegensaetze. Dies wird besonders deutlich, wenn Touristenresorts auf die einheimische Bevoelkerung treffen.

Auf der einen Seite des Landungssteges das fein behuetete Resort mit geharktem Sandstrand und auf der anderen Seite des Steges das tosende Leben.
 Mabul ist wie die umliegenden Inseln auch (mit Ausnahme von Sipadan) relativ dicht besiedelt mit einer Mischung aus Malayen, Philipinern und Indonesiern (die beiden zuletzt genannten meist als illegale Einwanderer ueber den Seeweg gekommen. Die Bevoelkerung ist sehr arm und wir wurden bei Ankunft auf der Insel darauf hingewiesen unsere Wertsachen im Safe zu verschliessen. Die Bevoelkerung sei sehr friedlich, unbewachte Wertgegenstaende wuerden aber gerne genommen. Vorneweg, waehrend unseres Aufenthaltes ist niemandem im Resort etwas gestohlen worden und es gab keinerlei Zwischenfaelle. Aber zurueck zur Bevoelkerung. Es handelt sich fast ausschliesslich um Fischer, die mit ihren kleinen Booten Langleinen auslegen und damit Jagd auf alles machen, was die Koeder schlucken kann. Thunfisch, Marlin, Travally, Hai und auch verbotene Beifaenge wie Delfine und Schildkroeten, welche zwar an den ausgelegten Leinen verenden, dann aber wieder ueber Bord geworfen werden muessen, sind regelmaessige Faenge. Vor allem Haie sind gerne als Fang gesehen. Die Ruckenflossen der Haie haben einen enorm hohen Handelswert und werden nach China exportiert. Eine Schale Haiflossensuppe (in der noch nicht einmal mehr ein Stueck Haiflosse drin ist) kostet in China bis zu 200 US Dollar. Da der restliche Hai keinerlei kommerziellen Wert hat,  wird dem lebenden Tier die Rueckenflosse entfernt und der Rest zurueck ins Meer geworfen. Die hier praktizierte Fangmethode hat auf Mabul dazu gefuehrt, das beim Tauchen nur im absoluten Einzelfall
noch Haie anzutreffen sind. Unser Tauchresort bietet aus Konsequenz daraus zu den Mahlzeiten keinerlei Seafood an und kauft den Fischern nichts ab. Zusaetzlich fuehrt Scuba Junkie eine Petition an, die den Haifang rund um Mabul und die anderen Inseln komplett verbieten oder zumindest zahlenmaessig einschraenken soll. Auf der Gegenseite stehen die Fischer, die mit ihrem schlechtbezahlten Fang ihre zumeist grossen Familien (es scheint als gaebe es mehr Kinder als Erwachsene auf der Insel) nur eher schlecht als Recht uebet Wasser halten koennen und ein Vermoegen.fuer die malayische Industrie und Regierung. Der Erfolg wird auf sich warten lassen...
Das Land auf den Inselinnern ist am beliebtesten und eng bebaut. Alle Huetten sind selber a us Holz gezimmert und stehen auf Stelzen um eventuellen Ueberflutungen zu entkommen. Die Wohlhabenderen haben einen Stromanschluss und abends, wenn der Fernseher laeuft,
passen auch mal gut und gerne 30 Kinder in eine kleine Holzhuette. Fliessendes Wasser gibt es fast nirgendwo. Die Aermsten wohnen direkt am Strand in Hutten aus Holz und Muell und die Brandung ist Badewanne, Spuelbecken und Toilette in einem. Aermer sind nur noch die so genannten Sea gypsies, die Meereszigeuner die auf ihren kleinen Booten wohnen, sich fast auaschliesslich von Geangeltem Fisch ernaehren diesem einem Feuer im Boot grillen. Die Kinder auf den Booten hatten die typischen dicken, runden und von Mangelernaehrung zeugenden Baeuche. Die Sea Gypsies ziehen abhaengig vom Wetter und ungeachtet von Landesgrenzen von Insel zu Insel und stammen meist wie die Strandbewohner der Insel von den Phiipinen. Auf der Insel gibt es eine offizielle malayische Schule, zu der allerdings auch nur malayische Kinder gehen duerfen. Fuer die anderen Einwandererkinder untersteutzt die Tauchschule eine Alternativschule, die School of Hope. Ein philipinischer Lehrer ohne jegliche Ausbldung aber mit viel Hingebung unterrichtet eine Klasse mit immer min 75 Schuelern aller Altersklassen und verdient knapp 60 Euro im Monat.
Auf den ersten Blick scheint das Inselleben sehr chaotisch, aber auf den zweiten faellt auf wie geordnet alles ablaeuft und wie einfallsreich der Mensch sein kann, wenn er nicht fuer alles ein Hilfsmittelchen zur Hand hat...
Basketball ist auf der Insel ganz gross, in jeder Ecke steht ein selbstgezimmerter Korb und es gibt sogar eine Liga zwischen den einzelnen Inseln..Das Spiel war sehr knapp, fair und intensiv, um das ganze Spielfeld hatte sich die halbe Insel versammelt (halbe verrmutlich nur deshalb, weil es ausschliesslich maennliche Zuschauer gab) und von der Stimmung am Platz kann sich jedes deutsche Spiel nur eine Scheibe abschneiden. Nach jeder Aktion Applaus, Gejohle und Gelaechter und zum knappen Spielende hin eine unglaublich Spannung in der Luft!
Alles was wir von unseren Erfahrungen mit der dortigen Bevoelkerung sagen koennen, ist, dass es sehr freundliche, stets gruessende Menschen sind, die einen mindestens genauso neugierig beobachten, wie man sie...





Frogfish

Spottet Lionfish

Pharao Cuttlefish (Gesamtlänge ca 80cm)

Stumpy spined Cuttlefish (Gesamtlänge ca. 6 cm, Adult)

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Beiden, das sind ja tolle Bilder zum Träumen!!! Um wieder in die Realität zu kommen, würde ich gerne mal ein Bild von Euerm "Luxuszimmer mit Ausblick" sehen.
    Viele Grüße aus einer großen Wohnung in Darmstadt von Martin

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