Freitag, 28. Oktober 2011

Diving Sipadan


Sipadan Island 



Anders als am verregneten Vortag schien an diesem Tag ohne Unterbrechung die Sonne und es sollte sich herausstellen, dass wir wettertechnisch den besten Tag der Woche fuer unseren Tauchausflug ausgewaehlt hatten. Noch bevor wir im Wasser waren sollte Sipadan schon ein wenig zeigen was es in sich hat. Musste man sich auf Tioman schon gluecklich schaetzen, eine einzige Schildkroete zu sehen, paddelten 2 grosse Exemplare schon waehrend der Einweisung um unser Boot herum. Kaum im Wasser sollten ihnen dann noch unzaehlige weitere Schildkroeten, Riffhaie und jegliche Riffische folgen. Nach jedem Tauchgang legten wir fuer eine Pause und Staerkung auf der traumhaften Insel Sipadan an, welche ohne weiteres zu den Malediven gehoeren koennte.
Sipadan ist, seitdem sie vor ein paar Jahren zu einem marinen Naturschutzgebiet erklaert wurde, unbewohnt. Einzig ein Militaerstuetzpunk mit einer handvoll stationierten Soldaten ist auf der Insel zu finden (neben ueberdachten Baenken und einer Toilette fuer die Taucher). Der Militaerstuetzpunkt wirkte mit seiner Sandsackstellung mit feuerbereitem stationaerem MG am Strand vollkommen unwirklich, aber diese Kontraste ziehen sich scheinbar durch ganz Malaysia
(dazu spaeter mehr...) Sipadan ist eine Vulkaninsel, die nach einem kleinen Plateau mit flachen Korallenriffen zu allen Seiten steil auf 600 bis 2000m abfaellt. Unsere Tauchgange beinhalteten sowohk die flacheren Riffe als auch die Steilwaende, sowie eine Hoehle. in die Hoehle durften wir jedoch nur etwa 30m hineinschwimmen, genug um das Gefuehl.ziemlicher Dunkelheit und des Lichts am Ende des Tunnels beim Blick zurueck zu empfinden. Ausgebildeten Hoehlentauchern ist es moeglich, noch viel weiter in die Hoehle einzudringen.













Auf dem Weg hinein in die  Nebenkammern muss dann das Tauchequipment ausgezogen und durch ein Loch gesteckt werden, waehrend man eine andere Oeffnung im Gestein schwimmt. Im tiefsten Innern dieser Hoehle befindet sich ein wahrer Tierfriedhof. Neben auf Atemluft angewiesenen Tieren wie Delfinen und Schildkroeten kann man hier auch die Skelette verschiedenster Fische wie Marlins finden. Die logische Erklaerung scheint zu sein, dass sich die Tiere in den Hoehlen verirrt haben und dort erstickt bzw. verhungert sind, die Einheimischen sind jedoch davon ueberzeugt, dass diese Tiere diese Orte absichtlich aufsuchen, wenn ihre Zeit gekommen ist. Der letzte Tauchgang war ein Drifttauchgang. Bei neutralem Auftrieb konnten wir uns.bewegungslos die Steilkante entlangtreiben lassen und das Leben um uns herum beobachten.


Bump heads


Travalleys und Maike :)

Die Highlights beim Tauchen Sipadan waren Schwaerme mit Abertausenden von Travalleys, ein grosser Schwarm riesiger Bumbheads (ich habe keine Ahnung wie die auf deutsch heissen), die Haie und Schildkroeten (von denen man fast ohne Unterbrechung immer mindestens eine/n im Blick hatte und die unglaubliche Anzahl und Vielfalt anderen Lebens. Die angehaengten Fotos koennen davon leider nur einen Hauch vermitteln, aber wenn ich die Zeit finde werde ich mich mal an die Videoclips begeben.
Fazit des Tages:
Das war wundervoll, aber Tauchen.schlaucht ziemlich, wir waren (beide!) gegen halb 8 im Bett.... :)















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