
Nach unserem kurzen Aufenthalt im ruchigen Angeles City machten wir uns auf
eine Tour zum Mount Pinatubo. Hierbei handelt es sich im einen Vulkan, der
zuletzt 1991 ausgebrochen ist. Nach einer eineinhalb stündigen Fahrt, kamen wir
am Registrierungspunkt an. Dieser wird vom Militär kontrolliert und es müssen
Erlaubnisscheine gekauft werden, den Berg zu besteigen. Zusätzlich zu den
obligatorischen Erlaubnisscheinen sind
nur Fahrzeuge zugelassen, die eine bestimmte Registrierung tragen. Möchte man
die Fahrt auf eigene Faust starten, benötigt man die freundliche Genehmigung
des Bürgermeisters, dessen Gunst sicherlich mittels ein paar Pesos zu gewinnen
ist. Am Registrierungspunkt wurden die Guides auf die einzelnen Fahrzeuge
verteilt. Dutzende junger Männer drängten sich um eine kleine Hütte und hofften
darauf, eine Tourgruppe abzubekommen und mit umgerechnet 500 Pesos Tageslohn
(knapp 9 Euro) für philippinische Verhältnisse sehr gut zu verdienen. Von dort
aus ging es mit Guide an Bord mit dem Vierradantrieb für eine weitere Stunde
durch endlose Vulkanaschegebirge, durch Flüsse und an Gesteinsbrocken vorbei
langsam den Krater hoch. Bis vor einigen Jahren konnte man mit dem Fahrzeug
noch bis ca. 30 min Fußweg vor den Krater gelangen. Auswaschungen und
Gesteinsablagerungen als Rückbleibsel der Regenzeit versperren jedoch seitdem
den Weg und es bleiben gut zwei Stunden Fußmarsch durch Bäche und Geröll bis
zum Krater…
Und weil wir den Blogbeitrag jetzt schon ewig mit uns rumschleppen und vor
lauter Freizeit noch in Stress kommen hier jetzt eine Schnellzusammenfassung.
Der Krater war schön, schwimmen, Mittagessen und zurück. Guter aber
anstrengender Trip! Anschließend über Manila City (für Europäer unvorstellbares
Chaos und wo verdammt, fährt bloß unser Bus ab?) mit dem Nachtbus nach Donsol.
Dort war Walhaisaison und wir hofften darauf, mit den „sanften Riesen“, wie sie
hier genannt werden, schnorcheln zu können. Am nächsten Morgen hieß es also früh
aufstehen und ab aufs Boot. Insgesamt 6 Mann Besatzung waren anwesend, um vom
Dach des kleinen Bötchens für uns Ausschau nach den Walhaien zu machen. Während
der Hochsaison bekam man normalerweise eine Walhaigarantie. Da wir uns aber am
Ende der Saison befanden, sagte man uns direkt, dass es keine Garantie mehr
geben würde. Auf dem Boot lernten wir 2 Finnen kennen, einer von Ihnen
Reisejournalist. Nach einigen Interviews mit den Locals kam immer mehr heraus,
dass diese Saison eine besonders schlechte war und es nur zu wenigen Sichtungen
gekommen war. Die letzte Sichtung war leider auch schon knapp 2 Wochen her… Um
es kurz zu machen, wir sind an 2 Tagen herausgefahren, jeweils für drei Stunden
über‘s Meer geschippert und dann unverrichteter Dinge und trocken wieder an Land
gegangen (immerhin: wir haben von ganz weit weg einen Buckelwal gesehen!). Am
3. Tag in Donsol haben wir uns dann für Tauchen entschieden und man kann sagen
es hat sich gelohnt. Beindruckende Unterwasserwelt, viele kleinere Fische und
sogar ein Hai (Dank dem asiatischen Shark Finning wohl in ganz Asien eine
Seltenheit). Am gleichen Abend kehrten wir dann in der BARacuda ein, mit dem
finnischen Journalisten und 2 netten Britinnen, die durch Asien backpacken. Die
Besitzerin Juliet und ihr Sohn Julian sind ein Phänomen. Ein kleiner,
aufgeweckter, sechs-jähriger Junge mit perfektem Englisch und seine 49-jährige
Mutter (nach eigenen Angaben internationales Model, sie hat uns ein paar Fotos
gezeigt, die außerdem in ihrer „Jugend“ Firmen in Las Vegas, LA und Heidelberg
hatte), die ich in dem kleinen Ort „zur Ruhe gesetzt“ hat und nun Gäste
bewirtet – der Rum allerdings war „on the house“ ;-)
Nach ein paar schönen – leider jedoch walhaifreien – Tagen in der Walhai-Hauptstadt
Donsol, ging es dann mit dem Flugzeug (schwarze Liste, ist klar!) nach Cebu und
weiter nach Oslob. Hier hatten die Fischer das Problem, dass manchmal Walhaie
nah an ihre Boote kamen, sodass alle anderen Fische aus Angst reiß aus nahmen
bzw. die Netze kaputt gingen. Daher fingen die Fischer an die Haie mit etwas
Futter (winzige Krebse – der größte Fisch der Welt ist ein reiner
Planktonfresser) von ihren Booten weg zu locken. Was war die Folge? Die Walhaie
kamen immer wieder und wollten mehr. Seit September letzten Jahres hatte das
Dorf gecheckt, dass diese Tatsache touristischen (Geld-)Segen bedeutet und seit
ein Koreaner das Ganze ins Internet gepostet hatte (Tatsache, auf solche Ideen
kommen die hier nicht alleine…), kommen die Menschen in Scharen und schwupps,
schon stehen sechs kleine Resorts am Strand. Leider haben sie hier noch nicht
ganz verstanden, dass den meisten Touristen eher an einem natürlichen Ereignis
gelegen ist, als an dem, was uns hier erwartete. Die Sicherheitsabstände konnte
man gar nicht einhalten, weil alles voller Menschen, Walhaie und Boote war. Ein
Tourist trat einen Hai versehentlich mit der Flosse und man musste gehörig
aufpassen, um bei dem Wellengang kein Boot an den Kopf zu bekommen. Die Haie
hingen praktisch an den Fütterbooten, wo es jeden Tag über sechs Stunden lang
durchgehend Fressen gab, und hatten allesamt Verletzungen an ihren Schnauzen
und Rückenflossen, weil sie beständig an die Boote stoßen… Wir hoffen also,
dass sich die Art und Weise dieser Touristenattraktion bald etwas zum Positiven
verändern wird!
Nun gut, weiter ging’s nach Siquijor = Woodoo Island, eine Insel, die von
anderen Philippinern nicht empfohlen wird wegen schwarzer Magie. Auf Siquijor
selbst jedoch wird versprochen, dass es auf der Insel ausschließlich weiße
Magie gibt – wir haben leider gar keine Magie entdeckt. Schnorcheln war nett
und auf zur nächsten Trauminsel: Apo Island. Diese winzige Insel haben wir
wirklich ins Herz geschlossen. Tauchen war der Knaller, das Wasser war so
kristallklar, dass selbst 25 Meter unter Wasser noch alle Rottöne um die Wette
strahlten (eigentlich wird so tiefer man kommt alles ziemlich blau). Es war,
als würde man in ein Aquarium schauen, nur dass wir mitten drin saßen!
Unser nächster und wahrscheinlich letzter Stopp ist unser derzeitiger
Aufenthaltsort Malapascua Island. Malapascua ist unter Tauchern berühmt,
allerdings fanden wir die Unterwasserqualitäten von Apo noch schöner. Apo kann
jedoch nicht mit dem eigentlichen Schatz Malapascuas dienen: dem Fuchshai.
Dieser Hai (im Englischen Thresher Shark) hat eine wahnsinnig lange
Schwanzflosse und es war atemberaubend ihm zu begegnen!
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| Hier gab es alles aus Tonnen: eine Tonne Reis, eine Tonne Margarine... Yummy! |
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| Der Thresher Shark / Fuchshai |
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| Dom mit den Locals |
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| Schlange auf Woodoo Island |
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| Maike hat eher einen ruhigen Schlaf (links), während Dominik sich auch nachts gerne bewegt und damit schon viele Betten abgezogen hat (rechts) |
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| Des Philippinos Liebslingsspeise |
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| Einsamer Strand auf San Miguel Island, nahe Donsol (das Bier ist übrigens nicht spanisch, sondern philippinisch!) |
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| Glühwürmchen, die einen Mangrovenbaum in Donsol in einen Weihnachtsbaum verwandeln |
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| Mount Mayo, der aktivste Vulkan der Philippinen (hier konnten wir nicht hinauf - Gefahrenmeldung) |
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| Der Wasserbüffel, ein treues Arbeitstier |
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| Der Kratersee des Mount Pinatubo |
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| "Bushmen", die Ureinwohner der Philippinen am Hang des Mt. Pinatubo |
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| Geröll und Ascheberge am Mt. Pinatubo |
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| Auf diesem Markt gab es so gut wie alles! |
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| Yummy! |
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| Yummy... |
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| Frogfish |
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| Baby Nemo |
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| Baby Sweetlips |
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| Nudi branches (Unterwassernacktschnecken) |
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| DOM-Hochburg Angeles |
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| BIO = Butanding (the local word for whale shark) Interaction Officer |
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| Ein Jeepney - klassisches Transportmittel auf den Philippinen (ca. 15 Cent für 3 km) |
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| endlich mal wieder vernünftiger Kaffee! (meist ist es instant...) |
Wie lang habt ihr denn gebraucht um soooooooo viele Bilder Hochzuladen? Bei der Menge hätt mein Internet abgespackt :)
AntwortenLöschenDeswegen habt ihr auch solangenichts von uns gehoert: Finde mal auf den Philippinen ein Internetcafe mit anstaendiger Internetverbindung...
LöschenHallo ihr Lieben,
Löschenwieder einmal ein sehr faszinierender Reisebericht mit tollen Foto`s, welcher Lust auf mehr (Meer!) macht.
Ich wünsche euch noch super viel Spaß für eure letzten Tage auf den Philippinen, wo immer es euch auch hinführen mag!
Gaaaaaaaaaaanz liebe Grüße
Mapa