Mit gewaltiger
Verspätung kommt heute endlich unser Reisebericht vom vorletzten Wochenende aus
Hong Kong. Dominik und ich hatten beide sehr viel zu tun und so haben wir eine
Weile darüber gerungen wer den Bericht verfasst und letztendlich wurde nach dem
der-klügere-gibt-nach-Prinzip enschieden ;-P
Also erst einmal:
wir haben eine Bitte an euch! Manchmal sind wir ein bisschen traurig über die
viele Arbeit, die wir in den Blog stecken, und die wenigen Kommentare, die wir
dafür bekommen (an dieser Stelle DANKE an MaPa, Uschi & Martin!). Allerdings
zeigen uns die Aufrufe, dass wir doch einige treue Leser haben! Wir hätten dieses
Mal gerne von jedem Leser ein Kommentar, ganz egal wer und ganz egal was.
Selbst wenn wir dich gar nicht kennen, bitte hinterlasse ein Kommentar, und
wenn es nur „hallo von X aus X“ ist! Nur dieses eine Mal, weil es uns
interessiert, bitte bitte! Dankeschön!
Nun also zu
unserem Reisebericht…
Wir haben unsere
Zeit mal wieder optimal genutzt und sind über Nacht geflogen, so dass wir
samstags morgens um 6 Uhr in Hong Kong gelandet sind. Wir wissen nun aber auch
ziemlich sicher, dass wir Nachtflüge in Billigfliegern in Zukunft vermeiden
wollen, denn obwohl wir einen Fenstersitz, zwei Kissen und eine Decke (die
haben wir bei unserem letzten Flug mit einer „ordentlichen“ Airline
versehentlich mitgenommen und sie hat uns schon häufig gute Dienste geleistet)
hatten, konnten wir nur sehr miserabel schlafen. Es ist einfach zu eng!
In Hong Kong
angekommen (man braucht übrigens im Gegensatz zu China kein Visum), sind wir
mit dem Bus (der mit Wifi ausgestattet war!) in die Stadt gefahren, um auf dem
Weg schon ein bisschen die Aussicht genießen zu können. Hong Kong ist ein
bisschen hügelig und hat eine doppelstöckige Holz-Straßenbahn, die Fahrt kostet
23 Cent. Außerdem gibt es kleine und große Busse, aufgrund der Häufigkeit an
Verkehrsunfällen mit den kleinen Bussen, müssen diese nun ein Tachometer haben,
dass den Fahrgästen die Geschwindigkeit anzeigt – seither ist die Rate
gesunken, aber trotzdem hat uns die Fahrt durch die engen hügeligen Straßen ein
bisschen an eine Runde in der Achterbahn erinnert.
Eine der Straßen
Hong Kongs ist die „Dried Seafood Street“, eine Straße in der sich ein Laden mit
getrocknetem Fisch an den anderen reiht. Klingt nicht weiter schlimm, wenn man
nicht genauer hinsieht. Wenn man jedoch einen genaueren Blick wirft fällt einem
auf: Haifischflossen (sehr teuer, vorbeugend gegen Krebs), getrocknete
Seepferdchen, Schildkrötenpanzer und Fluggeckos (alles sehr gesund und hilft gegen
Impotenz). Natürlich gibt es keine Studien, die irgendetwas davon beweisen
könnten. Früher konnte sich auch nur die kleine chinesische Oberschicht
Haifischflossen leisten, aber seitdem die chinesische Mittelschicht immer
reicher wird, präsentiert sie ihren Gästen wie es scheint zu jeder Gelegenheit
Haifischflossensuppe, denn damit kann man gut zeigen, dass es einem am Geld
nicht mangelt (und Geld scheint den Chinesen im Allgemeinen recht wichtig).
Leider ist es aber so, dass es immer mehr wohlhabende Chinesen und immer
weniger Haie in den Meeren dieser Welt gibt. Denn all die armen Fischer liefern
Haifischflossen an China, denn damit lässt sich gutes Geld verdienen. Haie
werden gefangen und gefinnt (=ihnen werden die Flossen abgeschnitten, danach
werden sie wieder ins Meer geworfen, wo sie dann qualvoll zu Grunde gehen). Wir
finden das schrecklich und möchten euch alle bitten: Solltet ihr jemals eine
Haifischflossensuppe angeboten bekommen, sagt NEIN! Dankeschön!
Bis auf diese
unschönen Eindrücke fanden wir aber die Marktstände wie so oft sehr
interessant. Und neben Lebensmitteln kann man in Hong Kong natürlich auch ein
weiteres Gut einkaufen: Elektronik! Wir haben also einige Stunden in einem
Einkaufscenter mit Computern, Handys, Bildschirmen und und und verbracht.
Danach ging es dann noch ein Mitleidstündchen für Maike in ein wirklich nettes
Shoppingcenter, in dem junge, günstige koreanische und japanische Modeketten
ihre Ware darboten (leider verbot die knappe Zeit (und in einem Fall die
Schühgröße) jegliche Käufe, sodass Maike am Flughafen noch ein Trostjäckchen
kaufen durfte…).
Oh fast
vergessen, wo haben wir eigentlich übernachtet? Die billigsten Zimmer (die
jetzt auch nicht wahnsinnig billig sind) in Hong Kong bekam man in der King
Chung Mansion. Mehrere Hochhäuser (anscheinend allesamt voller einfacher
Unterkünfte) in deren Mitte sich verschiedene Essensbuden und Kramsläden
befanden. Schon unsere Hotelreservierung wies darauf hin, dass wir mit
niemandem sprechen sollten, bevor wir nicht die Rezeption im 15. Stockwerk von
Gebäude C erreichten. Wir ließen also alle Pakistani stehen, die uns auf dem
Weg durch das chaotische Wirrwarr überreden wollten, bei ihnen eine Übernachtung zu
buchen. Im 15. Stockwerk angekommen, fanden wir nicht nur die Rezeption unseres
Hostels, sie war gleichzeitig auch Rezeption für ungefähr 10 weitere Absteigen.
Der Mann fing auf unser Kommen hin an zu telefonieren, anscheinend hatte er
kein Zimmer mehr für uns (warum reservieren wir denn dann?). Schließlich holte
uns ein kleiner Pakistaner ab und brachte uns in ein anderes Gebäude des
Komplexes, schwupps noch durch ein wahnsinnig dreckiges Treppenhaus mit großen
rotbraunen Flecken an der Wand (???), vorbei an einer Kakerlakenfamilie in ein
Hostel, das einen anderen Namen trug als das gebuchte. Dann verlangte er 2 Euro
für „seinen Service“ und wollte uns keine Quittung für unsere 5 Euro
Schlüsselpfand ausstellen. Letztendlich bezahlten wir „seinen Service“ nicht
und bekamen trotzdem eine Schlüsselpfandquittung. Unser Zimmer bestand nur aus
einem Bett (Matratze auf Metallgestell) und einem Bad (Klo mit Dusche darüber).
Wir waren sehr froh, dass wir unsere geklaute Airline-Decke dabei hatten, denn
die dort gebotene Wolldecke wollten wir um keinen Preis berühren. Immerhin
waren keine Flecken auf Bettbezug oder dem EINEN Handtuch, das in unserem
Doppelzimmer zur Verfügung stand. Wir wissen also, wo wir nicht mehr
übernachten werden ;-)
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| Hong Kong ist meistens diesig |
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| Hong Kong hat einen riesigen Hafen. |
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| Vieles ist in Hong Kong nicht mehr ganz so neu (im Vergleich zum hochmodernen Singapur sieht Hong Kong alt aus) |
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| Rippen, Zunge, Herz, Leber. Wie im Anatomiekurs an der Uni. Und wie immer in Asien ungekühlt! |
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| (links im Bild liegen ein paar Schweine auf dem dreckigen Boden) |
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| Die meisten Fische leben noch, manche ersticken gerade. Wir haben (auch beim Angeln) noch keinen Asiaten gesehen, der sich die Mühe gemacht hätte einen Fisch zu töten, denn nach einer Weile ist er ja von alleine tot... |
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| Die Hong Konger Doppeldeckerstraßenbahn |
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| San Francisco? |
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| Kannst du das mit Lego nachbauen, Flo? |
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| Der Hammer in Hong Kong: Jedes Gerüst (selbst bei Hochhäusern) bestand aus zusammengeschnürten Bambuspfählen! |
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| In der Dried Seafood Street |
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| Wie viele Haie hierfür sterben mussten? |
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| Hier trocknen Fische direkt auf der Trockenfischstraße |
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| potenzfördernde Schildkrötenpanzer |
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| Dominik sagt das sind die Urzeitkrebse aus dem Yps-Heft in größer |
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| zwei Säcke voller Seepferdchen :-( |
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| getrockneter Fluggecko am Spieß |
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| Schildkröten als Suppeneinlage? |
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| Dann doch lieber ein Törtchen für 30 Cent das Stück! |
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| Schlange stehen für die Straßenbahn zum Aussichtspunkt |
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| ...um genau diesen Blick zu erhaschen! |
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| Wir Glückskinder: angeblich war es der erste klare Tag seit zwei Monaten, so dass sich die Fotosession gelohnt hat. |
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| Geröstete Küken, yummy!?! |
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| Hier haben wir typische Dim Sum gegessen. |
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| Hier eine phantastische Reispizza mit Avocadosalat (Für Dominik gab es überbackene Languste, ein weiteres klassisches Hong Konger Gericht) |
Hallo Ihr zwei,
AntwortenLöschenentschuldigt, dass ich so lange mich nicht gemeldet habe.
Ich glaube, ich könnte das eine Haus bauen, wenn ich genug Fenster hätte.
Ihr habt euch gut angestengt mit den Berichten. Mir gefallen sie gut. Ich denke das Essen würde mir nicht immer schmecken.
Schöne Grüße
Flo und seine Mutter
helloooo ;)
AntwortenLöschenja mensch, ihr gebt euch so viel mühe mit dem blog....und alle sind zu faul für comments;)
alsooo, mein lieblingspost war der mc-donalds lieferservice! ganz klar!!!
aber ansonsten auch wunderschöne fotos und tolle abenteuer!
freut mich, dass ich so an eurer reise teilhaben kann!
wünsche euch noch eine schöne zeit, kommt gesund wieder und bis bald in cologne!
grüße aus berlin
Anna
Beneidenswert, welche Erfahrungen ihr do machen könnt,
AntwortenLöschenTorsten (Isle of Wight)
Danke für die "richtige" Postkarte mit dem vielen Text.
AntwortenLöschenIch wollt mich nur meinem Sohn anschließen, Euer Block ist einfach super.
Wann kommt Ihr denn mal wieder nach Deutschland?
Petra
hallo von X aus X.
AntwortenLöschenNe spaß bei seite. Ich find den Block voll gut und lese immer wieder gern.
Die Pizza sieht übelst lecker aus, voll vollgepackt.
Liebe Grüße aus Moos,
Leon
Hallo von M. aus K.!
AntwortenLöschenToll, toll, toll!!!! Die Chungking Mansions haben wir in Hongkong gemieden...Gott sei Dank, das klang nämlich wirklich nicht verlockend :-)
AntwortenLöschenGrüßt uns Singapur!!!!!
Alles Liebe
Dinah