Für das bislang längste verlängerte Wochenende (mit 4 Tagen frei am Stück) ging es für den Chinesischen Jahreswechsel nach Pangkor Island an der Westküste von Malaysia.Wie im letzten Bericht schon beschrieben, war unsere Anreise mal wieder nicht völlig entspannt, aber letztendlich hat ja alles doch noch geklappt. Der Himmel sollte auch tatsächlich noch um einiges blauer und es sollte bis auf eine 10 minütige Regenschauer für die gesamte Zeit super Wetter mit gnadenlos herunterbrennender Sonne geben. In der Sonne ist es immer sofort super heiß und man flieht automatisch entweder in den Schatten oder ins Meer, was mit 30°C allerdings auch nicht unbedingt sehr kühlend ist, aber zumindest kurzzeitig für ein wenig Erfrischung sorgt.
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| Blick auf Coral Island |
Die Hoffnungen auf einen möglichen Tauchgang an der für das Tauchen eher unbekannten malayischen Westküste wurde leider enttäuscht. Da Pangkor Island nicht weit genug vom mangrovenreichen Festland entfernt liegt, war das Wasser leider relativ trüb und die Sicht auch beim Schnorcheln je nach Gezeit bei 0,5-2m. Die auf der Insel an jeder Ecke angepriesenen Schnorcheltrips nach Coral Island (siehe Bild oben) zogen wir aus diesem Grunde erst gar nicht in Betracht. Zu unserem Glück wie wir feststellen sollten. Montags war der Wasserstand bei Ebbe besonders gering und wir konnten problemlos in maximal hüfttiefen Wasser zur Insel herüberwaten. Auf der Insel angekommen konnten wir allerdings nur sehr vereinzelt winzige Korallen finden und nach kurzer Zeit, als die Flut langsam einsetzte, wurde das Wasser wieder so trüb, dass man die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte. Nichtsdestotrotz wurden schnorchelwillige Touristen (auf der Insel zu 95 % Malayen, die Urlaub im eigenen Land machten) in Schaaren zu überteuerten Preisen mit kleinen Bötchen nach "Coral Island" gekarrt. Auf der Rückseite der Insel, wo anscheinend der beste Schnorchelspot sein sollte, war ein winziger Bereich mit Bojen abgesteckt in denen mit leuchtend roten Schwimmwesten geschnorchelt werden durfte und so tummelte sich dort Weste an Weste, nur das das Wasser mittlerweile so trüb war, das kaum einer seinen Kopf im Wasser hatte und stattdessen nur herumgeplanscht wurde....
Schon am ersten Tag konnten wir ein weiteres Tier von unserer Liste abhaken. Den für die Tropen berühmten Hornbill. Den ersten entdeckten wir am Strand auf einem der Bäume, daraufhin aber auch weitere in der direkten Umgebung unseres Hotels. Wie wir nachher erfahren haben wurden sie in einem Hotel täglich mit Obst gefüttert. Vor der Fütterung versammeln sich die Vögel pünktlich um halb sieben abends in den angrenzenden Bäumen und fangen das zugeworfene Obst mit dem Schnabel oder pflücken sich einfach selber ein paar Früchte von denen die Bäume voll hängen...
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| Hornbill |
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| Auf dem Weg nach Coral Island |
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Hundetransporter ;-)
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| Hornbill |
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| Fischauswahl am Straßenrestaurant (je nach Stand gekühlt oder ungekühlt) |
Bei der Fischauswahl musste ich natürlich auch nochmal mein Anglerglück austesten und in paar Köder baden. Die Lokals fingen allerdings neben ein paar schönen Tintenfischen immer nur ziemlich kleine Fische verschiedenster Art, die dann trotzdem immer im Kochtopf landeten. Ich probierte mein Glück lieber abends bei und nach Sonnenuntergang. Einen Speisefisch konnte ich zwar nicht landen, dafür aber eine Muräne und zwei kleine Ammenhaie, denen der Kochtopf allerdings erspart blieb.
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| Muräne |
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Ammenhai
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Ammenhaie haben nicht wirklch Zähne, sie schlürfen eher Nahrung vom Boden auf und haben eine Art "Raspelplatte" |
Nach 4 wiedereinmal zu kurzen Tagen ging es dann auch schon wieder auf die Rückreise. Mit dem Taxi zur Fähre (20 min), mit der Fähre zum Festland (30 min), mit dem Bus nach Johor Bahru (10 h) mit dem Bus von Johor Baruh nach Singapur (2 h für 10 km, wegen des beschriebenen Ein- und Ausreisespektakels, was zu mittlerweile Berufsverkehrzeiten noch deutlich gesteigert ist) mit dem Nahverkehrsbus nach Hause (25 min), duschen (20 min) und mit dem Bus zur Arbeit (15 min). Eine lange und anstrengende Reise, doch zumindest waren die Sitze im Nachtbus groß und bequem und wir konnten ein paar Stunden schlafen.
Es kam nur zu einem Schocker mitten in der Nacht. Als wir vor einer Tankstelle anhielten, fragte Maike den ausgestiegenen Busfahrer, ob sie auf Toilette gehen könnte. Dieser überlegte kurz und sagte dann "Can, Can!". Ich wollte dann auch kurz rübergehen, doch als ich aussteigen wollte, sagte der Busfahrer ich solle warten und er würde dort vorne halten. Da er vor einer Einfahrt stand, dachte ich er wäre im Weg und würde nur ein paar Meter vorziehen. Doch der Herr Busfahrer stieg ein und fuhr los. Ich sagte ihm das Maike noch auf Toilette sei, aber er sagte nur " No problem, no problem", doch spätestens nach 500 m wurde mir das ganze schon ein wenig mulmig. Ich versuchte ihm immer wieder begreiflich zu machen, das Maike an Bord fehlte und noch auf Toilette sei, und redete pausenlos auf ihn ein doch er sagte immer nur "no problem". Nach 2-3 km hielt er vor einem kleinen Toilettenhäusschen an und sagte wir können nun auf Toilette gehen. Als ich dann sagte, dass ich nicht auf Toilette wolle sondern viel lieber zurückfahren und Maike holen, wurden dem Busfahrer klar, dass wir jemanden verloren hatten und mir klar, dass das einzige englische Wort was der Busfahrer verstanden hatte "toilet" war. Immerhin bekam ich ihn nun dazu den Bus auf einer schmalen Straße zu wenden und zur Tankstelle zurück zu fahren, wo eine etwas aufgelöste Maike einzusammeln. Naja wer kann es ihr verübeln, alleine ohne Geld, Ausweis und Handy nachts an einer Tankstelle mitten in Malaysia.....
Ist ja nochmal gut gegangen....man kann nur von Glück reden, das wir nicht beide gleichzeitig ausgestiegen sind, dann wäre niemand mehr an Bord gewesen um ihn zum umkehren zu bewegen....
Und hier noch ein paar künstlerisch veränderte Bilder:
Welch ein Gegensatz: Ihr im lockeren Outfit am Stand und Torsten und ich dick eingemummelt auf dem Eis der Außenalster. Weiterhin viel Spaß im Warmen und bitte noch viele von den schönen Bildern (für mich müssen sie nicht künstlerisch verfremdet werden, obwohl auch das seinen Reiz hat).
AntwortenLöschenViele Grüße aus Darmstadt, wo die Temperaturen sich langsam wieder von unter der 0-Grad-Grenze nähern und es angefangen hat ein wenig zu schneien.
Martin