Sooo, mit einiger Verspätung melden
wir uns zurück. Vor zwei Wochen entschieden Philip und Alina spontan ihren
Rückflug von Neuseeland aus umzubuchen, um nach einer Woche Aufenthalt in
Singapur etwas früher als geplant wieder in Deutschland anzukommen. Acht
Stunden nach dieser Entscheidung stiegen sie auch schon in den Flieger und
kamen bald darauf in Changi an. Daraufhin teilten wir dann unsere geräumigen 9
qm zu viert und hatten ein paar kuschelige Tage, bis es uns zu eng wurde und
wir nach Bangkok geflogen sind, wo die Hotelzimmer billiger sind als in
Singapur und sich jedes Pärchen seine eigenen vier Wände (für 10 €/Nacht)
leisten konnte. Das Backpacker-Viertel um die Khao San Road herum explodiert vor Leben, es gibt
Bars, jede Menge Shopping-Möglichkeiten, Garküchen mit Pad Thai Nudeln (0,75 €) und fettigen
Banana Chocolate Pancakes (0,50 €). Wir haben frittierte Maden und Heuschrecken
probiert (schmecken wie Chips), beim Tischtennis zugesehen und uns eine
traditionelle Thai-Massage gegönnt (2,50 €/30 min; ohne Happy End) und für
Mädels gab es eine entspannende Gesichtsbehandlung (5 €/40 min). Leider konnte
ich Dominik weder zu einer Massage, noch zu einer Fuß-Spa überreden, bei der
man die Füße in ein Fischbecken hält und viele kleine Fische einem die Hornhaut
von den Füßen knabbern. Die haben einen Festschmaus verpasst ;-) Auf dem Weg zu
buddhistischen Tempeln oder dem Floating Market (den wir leider nie gefunden
haben, möglicherweise, weil das Wasser noch zu hoch steht?) hatten wir
Schwierigkeiten einen Taxifahrer zu finden, der bereit war, sich nach Taxameter
bezahlen zu lassen, obwohl es eigentlich illegal ist, ohne Taxameter zu fahren.
Beim Verhandeln mit Tuk Tuk Fahrern haben wir wahrscheinlich auch nicht immer
den besten Preis aushandeln können, aber der Spaß am Fahren mit dem Tuk Tuk war
es wert! Vor unserer Abreise am Sonntag, haben wir dann den gigantischen Markt
Chatuchak erkundet (oder jedenfalls etwa 20 % davon, er ist wirklich riesig!),
wo es Klamotten, Schuhe, Essen, Geschirr, Kunst, Pflanzen und Tiere gab. Man
konnte sich die süßesten Hundewelpen direkt mitnehmen und ihnen auch gleich was
zum Anziehen kaufen: es gab zahlreiche Händler mit Hunde-Outfits, vom
US-Army-Dress und Turnschuhen (!) bis zu pinken Glitzerkleidchen; Mihgo und Quendo, freut
euch auf eure Mitbringsel ;-) Und wenn es auch schon suspekt ist, dass man
Hunde und Katzen auf einem Markt kaufen kann, umso erschreckender ist, dass es
auch Eichhörnchen gibt! Die armen, normalerweise so fidelen und freudig
tobenden Gesellen lagen völlig apathisch auf ihren Käfigen, angebunden mit
einer Wollschnur um den Hals, und bewegten sich keinen Zentimeter!
Nachdem wir den Schrecken verdaut hatten, hat uns AirAsia
wieder sicher nach Changi gebracht. Dann ging es Richtung Budget Terminal (auf
Malaysisch „Bajet Terminal“), wo Alina und Philip ihr Gepäck hatten aufbewahren
lassen. Wir hatten richtig Glück und der Bus zum Budget-Terminal fuhr nach
wenigen Minuten, obwohl er normalerweise nur alle paar Stunden geht, und so
haben Philip und Alina noch genug Zeit gehabt, um den Lufthansa A380 gen
Frankfurt zu erreichen.
Seitdem hatten wir eine arbeitsreiche Woche mit einer
Abstract-für-San-Francisco-einreichen-Deadline für Maike, was, wie jede
Deadline/Meeting/Vortrag in zahlreichen Überstunden endete. Freitagnachmittag haben
wir dann für unser Wochenende gepackt und ich wollte gerade anfangen, meine
beiden Abstracts zu formatieren, als Dominik plötzlich feststellt, dass unser
Nachtbus Richtung malaysische Insel Pulau Pangkor schon um acht fährt und nicht
um neun, wie wir dachten. Panik! Wir hatten 40 min bis Treffpunkt und 70 min
bis Abfahrt, haben kein Taxi bekommen und mussten Bus fahren, der Verkehr war
eine Katastrophe wegen Chinese New Year und ich hatte meine Abstracts noch
nicht abgeschickt. Ich also im Bus die Abstracts formatiert und Dominik mit der
Nachtbusfirma telefoniert, dass wir nicht so richtig pünktlich kommen würden.
Alles in allem waren wir dann zwei min vor Abfahrt endlich da und als wir den
richtigen Bus (von den ca. 30 Bussen, die am Straßenrand bereits mit Fahrgästen
befüllt wurden) gefunden hatten, sind wir als letzte hineingesprungen, puh!!!
Dann noch die Abstracts vom Computer auf mini SD und damit auf’s Handy und dann
per Mail an meine Chefin, diese vom Handy aus für 5 Dollar angerufen, dass ich
es nicht mehr geschafft habe und sie meine Abstracts einreichen muss und dann
saßen wir endlich entspannt im Nachtbus mit echt gemütlichen Schlafsitzen und
freuten uns auf vier Tage Strand und Sonne =)
Bis wir dann tatsächlich in Malaysia waren (was auf dem
Papier wirklich nicht sehr weit weg ist!), sind über zwei Stunden vergangen,
dank benanntem Chinese New Year Verkehr und Grenzübergang. Die Grenze zu
überqueren war ein kleines Erlebnis: erst Ausreise aus Singapur, raus aus dem
Bus, zu Fuß mit hunderten Menschen, Schlange stehen und dann warten, bis der
Bus auch ausgereist ist. Diesen einen Bus von den 50 Bussen dann auch
wiedererkennen, puh, auch wenn wir nicht mehr wussten, welche Farbe er hatte,
hatte Dominik beim Aussteigen glücklicherweise die intelligente Idee sich das
Kennzeichen zu merken! Dann eine halbe Stunde Stau vor der Grenze auf
malaysischer Seite, wieder aussteigen, zu Fuß und diesmal mit vollem Gepäck über
die Grenze und wieder in den Bus mit nagelneuem Visum, das sich in unseren
Reisepässen zwischen all den anderen Visa einreiht. Ich bin ganz neidisch auf
Dominik, denn sein Reisepass ist noch 9 Jahre gültig, wohingegen ich in zwei
Jahren wieder von vorne anfangen muss mit dem Visa sammeln… Um halb acht
morgens dann Ankunft in Lumut, Fährfahrt nach Pulau Pangkor und Taxifahrt in
unsere Bucht. Der Strand ist weiss und unser erstes Essen an einem Straßenstand
war mächtig lecker. Wir hoffen, dass der Himmel noch ein bisschen blauer wird
und dann stehen uns vier sehr entspannte Tage bevor =)
Happy
Chinese New Year wünschen Dominik & Maike
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| Tuk Tuk (dieses Modell sieht man eher in den Aussenbezirken Bangkoks) |
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| Buddha |
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| Löwe vor Tempel |
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| Tuk Tuk (für 3 gemütlich, für uns 4 ziemlich eng (siehe weiter unten), aber wir haben auch eines entdeckt, in dem fanden 7 Personen Platz!) |
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| Garküche |
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| Küken und klassische Hühnerbehausungskörbe |
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| Und hier fährt tatsächlich ein Zug! Mitten durch die "Vorgärten" der Hütten, an trocknender Wäsche (siehe eins drüber) und Sofas (siehe oben) vorbei, kam er laut hupend, um spielende Kinder zu vertreiben, aber trotz allem mit beträchtlicher Geschwindigkeit! |
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| trocknendes Fleisch |
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| Die Maden oben rechts haben wir probiert! |
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| Genauso die Heuschrecken |
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| Gute Nacht, Prinzessin (auf dem Markt Chatuchak) |
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| Warum man die traurigen Geschöpfe nicht fotografieren durfte??? Und nein, das sind keine Stofftiere, das sind lebendige, apathische, verschüchterte Eichhörnchen, an Wollschnüren festgebunden! |
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| Hier hatten wir an den Haltungsbedingungen wenig auszusetzen. |
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| Hier schon eher, der kleine Wurm ist auch ein Eichhörnchen, das eigentlich viel lieber noch bei der Mama wäre... |
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| Wuff! |
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| Ein paar Stände weiter werden Knabbereien und Gewürze in dieser Form angeboten - hier sind es Leckerlis. |
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| Die Standbesitzerin hat die Schuhe selbst mit Knöpfen besetzt! |
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| Schildkröte |
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| Oink oink! |
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| getrocknete Shrimps |
Hallo ihr Weltenbummler,
AntwortenLöschenet is noch immer jot jejange!!!!!!!!!!!
Das kölsche Motto hat mal wieder recht behalten! Gott sei Dank. Wir wünschen euch ein paar schöne entspannte Tage, ohne Stress und natürlich a happy new Year.
Alles Liebe
Mapa
Hallo Ihr Lieben,
AntwortenLöschenwar wieder spannend zu lesen. Super eindrucksvolle Bilder -
überhaupt von Dominik beim Heuschrecken essen - Superlecker!!!
Hoffe, dass Ihr noch schönes Strandwetter hattet und die 4 Tage
entspannt genießen konntet.
Liebe Grüße aus dem seit zwei Tagen kalten aber sehr sonnigen Darmstadt - Uschi
Hallo Ihr Beiden,
AntwortenLöschenvielen Dank für die beeindruckende Schilderung Eurer Erlebnisse. Allein schon beim Lesen hatte ich das Gefühl auch bei mir steigt der Stresspegel an. Die Bilder finde ich toll und sind für mich eine Super-Ergänzung zu dem Bericht, die das Ganze richtig plastisch machen. Bitte weiter so!
Viele Grüße aus einem Darmstadt, in dem es gerade (27.01.2012, 8,54 Uhr) aus einem trüben Himmel schneeregnet. Martin