Samstag, 21. Januar 2012

Bangkok hat uns...

Sooo, mit einiger Verspätung melden wir uns zurück. Vor zwei Wochen entschieden Philip und Alina spontan ihren Rückflug von Neuseeland aus umzubuchen, um nach einer Woche Aufenthalt in Singapur etwas früher als geplant wieder in Deutschland anzukommen. Acht Stunden nach dieser Entscheidung stiegen sie auch schon in den Flieger und kamen bald darauf in Changi an. Daraufhin teilten wir dann unsere geräumigen 9 qm zu viert und hatten ein paar kuschelige Tage, bis es uns zu eng wurde und wir nach Bangkok geflogen sind, wo die Hotelzimmer billiger sind als in Singapur und sich jedes Pärchen seine eigenen vier Wände (für 10 €/Nacht) leisten konnte. Das Backpacker-Viertel um die Khao San Road herum explodiert vor Leben, es gibt Bars, jede Menge Shopping-Möglichkeiten, Garküchen mit Pad Thai Nudeln (0,75 €) und fettigen Banana Chocolate Pancakes (0,50 €). Wir haben frittierte Maden und Heuschrecken probiert (schmecken wie Chips), beim Tischtennis zugesehen und uns eine traditionelle Thai-Massage gegönnt (2,50 €/30 min; ohne Happy End) und für Mädels gab es eine entspannende Gesichtsbehandlung (5 €/40 min). Leider konnte ich Dominik weder zu einer Massage, noch zu einer Fuß-Spa überreden, bei der man die Füße in ein Fischbecken hält und viele kleine Fische einem die Hornhaut von den Füßen knabbern. Die haben einen Festschmaus verpasst ;-) Auf dem Weg zu buddhistischen Tempeln oder dem Floating Market (den wir leider nie gefunden haben, möglicherweise, weil das Wasser noch zu hoch steht?) hatten wir Schwierigkeiten einen Taxifahrer zu finden, der bereit war, sich nach Taxameter bezahlen zu lassen, obwohl es eigentlich illegal ist, ohne Taxameter zu fahren. Beim Verhandeln mit Tuk Tuk Fahrern haben wir wahrscheinlich auch nicht immer den besten Preis aushandeln können, aber der Spaß am Fahren mit dem Tuk Tuk war es wert! Vor unserer Abreise am Sonntag, haben wir dann den gigantischen Markt Chatuchak erkundet (oder jedenfalls etwa 20 % davon, er ist wirklich riesig!), wo es Klamotten, Schuhe, Essen, Geschirr, Kunst, Pflanzen und Tiere gab. Man konnte sich die süßesten Hundewelpen direkt mitnehmen und ihnen auch gleich was zum Anziehen kaufen: es gab zahlreiche Händler mit Hunde-Outfits, vom US-Army-Dress und Turnschuhen (!) bis zu pinken Glitzerkleidchen; Mihgo und Quendo, freut euch auf eure Mitbringsel ;-) Und wenn es auch schon suspekt ist, dass man Hunde und Katzen auf einem Markt kaufen kann, umso erschreckender ist, dass es auch Eichhörnchen gibt! Die armen, normalerweise so fidelen und freudig tobenden Gesellen lagen völlig apathisch auf ihren Käfigen, angebunden mit einer Wollschnur um den Hals, und bewegten sich keinen Zentimeter!
Nachdem wir den Schrecken verdaut hatten, hat uns AirAsia wieder sicher nach Changi gebracht. Dann ging es Richtung Budget Terminal (auf Malaysisch „Bajet Terminal“), wo Alina und Philip ihr Gepäck hatten aufbewahren lassen. Wir hatten richtig Glück und der Bus zum Budget-Terminal fuhr nach wenigen Minuten, obwohl er normalerweise nur alle paar Stunden geht, und so haben Philip und Alina noch genug Zeit gehabt, um den Lufthansa A380 gen Frankfurt zu erreichen.
Seitdem hatten wir eine arbeitsreiche Woche mit einer Abstract-für-San-Francisco-einreichen-Deadline für Maike, was, wie jede Deadline/Meeting/Vortrag in zahlreichen Überstunden endete. Freitagnachmittag haben wir dann für unser Wochenende gepackt und ich wollte gerade anfangen, meine beiden Abstracts zu formatieren, als Dominik plötzlich feststellt, dass unser Nachtbus Richtung malaysische Insel Pulau Pangkor schon um acht fährt und nicht um neun, wie wir dachten. Panik! Wir hatten 40 min bis Treffpunkt und 70 min bis Abfahrt, haben kein Taxi bekommen und mussten Bus fahren, der Verkehr war eine Katastrophe wegen Chinese New Year und ich hatte meine Abstracts noch nicht abgeschickt. Ich also im Bus die Abstracts formatiert und Dominik mit der Nachtbusfirma telefoniert, dass wir nicht so richtig pünktlich kommen würden. Alles in allem waren wir dann zwei min vor Abfahrt endlich da und als wir den richtigen Bus (von den ca. 30 Bussen, die am Straßenrand bereits mit Fahrgästen befüllt wurden) gefunden hatten, sind wir als letzte hineingesprungen, puh!!! Dann noch die Abstracts vom Computer auf mini SD und damit auf’s Handy und dann per Mail an meine Chefin, diese vom Handy aus für 5 Dollar angerufen, dass ich es nicht mehr geschafft habe und sie meine Abstracts einreichen muss und dann saßen wir endlich entspannt im Nachtbus mit echt gemütlichen Schlafsitzen und freuten uns auf vier Tage Strand und Sonne =)
Bis wir dann tatsächlich in Malaysia waren (was auf dem Papier wirklich nicht sehr weit weg ist!), sind über zwei Stunden vergangen, dank benanntem Chinese New Year Verkehr und Grenzübergang. Die Grenze zu überqueren war ein kleines Erlebnis: erst Ausreise aus Singapur, raus aus dem Bus, zu Fuß mit hunderten Menschen, Schlange stehen und dann warten, bis der Bus auch ausgereist ist. Diesen einen Bus von den 50 Bussen dann auch wiedererkennen, puh, auch wenn wir nicht mehr wussten, welche Farbe er hatte, hatte Dominik beim Aussteigen glücklicherweise die intelligente Idee sich das Kennzeichen zu merken! Dann eine halbe Stunde Stau vor der Grenze auf malaysischer Seite, wieder aussteigen, zu Fuß und diesmal mit vollem Gepäck über die Grenze und wieder in den Bus mit nagelneuem Visum, das sich in unseren Reisepässen zwischen all den anderen Visa einreiht. Ich bin ganz neidisch auf Dominik, denn sein Reisepass ist noch 9 Jahre gültig, wohingegen ich in zwei Jahren wieder von vorne anfangen muss mit dem Visa sammeln… Um halb acht morgens dann Ankunft in Lumut, Fährfahrt nach Pulau Pangkor und Taxifahrt in unsere Bucht. Der Strand ist weiss und unser erstes Essen an einem Straßenstand war mächtig lecker. Wir hoffen, dass der Himmel noch ein bisschen blauer wird und dann stehen uns vier sehr entspannte Tage bevor =)
Happy Chinese New Year wünschen Dominik & Maike

Tuk Tuk (dieses Modell sieht man eher in den Aussenbezirken Bangkoks)

Buddha



Löwe vor Tempel



Tuk Tuk (für 3 gemütlich, für uns 4 ziemlich eng (siehe weiter unten), aber wir haben auch eines entdeckt, in dem fanden 7 Personen Platz!)





Garküche


Küken und klassische Hühnerbehausungskörbe


Und hier fährt tatsächlich ein Zug! Mitten durch die "Vorgärten" der Hütten, an trocknender Wäsche (siehe eins drüber) und Sofas (siehe oben) vorbei, kam er laut hupend, um spielende Kinder zu vertreiben, aber trotz allem mit beträchtlicher Geschwindigkeit!



trocknendes Fleisch
Die Maden oben rechts haben wir probiert!

Genauso die Heuschrecken

Gute Nacht, Prinzessin (auf dem Markt Chatuchak)

Warum man die traurigen Geschöpfe nicht fotografieren durfte??? Und nein, das sind keine Stofftiere, das sind lebendige, apathische, verschüchterte Eichhörnchen, an Wollschnüren festgebunden!

Hier hatten wir an den Haltungsbedingungen wenig auszusetzen.

Hier schon eher, der kleine Wurm ist auch ein Eichhörnchen, das eigentlich viel lieber noch bei der Mama wäre...

Wuff!

Ein paar Stände weiter werden Knabbereien und Gewürze in dieser Form angeboten - hier sind es Leckerlis.

Die Standbesitzerin hat die Schuhe selbst mit Knöpfen besetzt!



Schildkröte












Oink oink!






getrocknete Shrimps



3 Kommentare:

  1. Hallo ihr Weltenbummler,
    et is noch immer jot jejange!!!!!!!!!!!
    Das kölsche Motto hat mal wieder recht behalten! Gott sei Dank. Wir wünschen euch ein paar schöne entspannte Tage, ohne Stress und natürlich a happy new Year.

    Alles Liebe

    Mapa

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  2. Hallo Ihr Lieben,

    war wieder spannend zu lesen. Super eindrucksvolle Bilder -
    überhaupt von Dominik beim Heuschrecken essen - Superlecker!!!

    Hoffe, dass Ihr noch schönes Strandwetter hattet und die 4 Tage
    entspannt genießen konntet.

    Liebe Grüße aus dem seit zwei Tagen kalten aber sehr sonnigen Darmstadt - Uschi

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  3. Hallo Ihr Beiden,
    vielen Dank für die beeindruckende Schilderung Eurer Erlebnisse. Allein schon beim Lesen hatte ich das Gefühl auch bei mir steigt der Stresspegel an. Die Bilder finde ich toll und sind für mich eine Super-Ergänzung zu dem Bericht, die das Ganze richtig plastisch machen. Bitte weiter so!

    Viele Grüße aus einem Darmstadt, in dem es gerade (27.01.2012, 8,54 Uhr) aus einem trüben Himmel schneeregnet. Martin

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